restless (2022-2023)
Obdachlosigkeit und Architektur. Wie das beides zusammenpasst, fragst du dich? Ganz einfach. Sogenannte defensive Architektur ist das Stichwort, auch wenn dieser Begriff von vielen Kritiker:innen als Euphemismus eingestuft und lieber direkt als „Anti-Obdachlosen-Architektur“ betitelt wird.
Dieses zutiefst menschenverachtende Konzept nimmt in den letzten Jahren einen immer größer werdenden Anteil der Stadtplanung ein. Denn besonders in Stadtteilen, die für den Tourismus attraktiv sind, soll ein perfektes Stadtbild herrschen. Obdachlose scheinen in dieses nicht hineinzupassen. Somit werden immer mehr Möglichkeiten gesucht und gefunden, um auf der Straße lebende Menschen immer und immer weiter aus dem Stadtkern zu vertreiben. Hierbei sind einige Methoden offensichtlicher als andere.
Da die meisten von uns im Alltag unbewusst an sogenannter defensiver Architektur vorbeilaufen und diese gar nicht als Mittel der Vertreibung und Ausgrenzung wahrnehmen, habe ich es mir mit meiner Serie „RESTLESS“ zur Aufgabe gemacht, einige dieser Orte in Hamburg zu dokumentieren, um auf dieses kritisch zu betrachtende Thema aufmerksam zu machen.